Impressionen vom 1. Bonner Winzer-Slam

Eine gelungene Premiere erlebten die Besucher des 1. Bonner Winzer-Slams im Podium 49 in der Bonner Südstadt. Fünf Vertreter von vier Weingütern ließen sich auf das neue Format ein: Felix Pieper vom Weingut Pieper in Königswinter, Angelika und Jörg Belz, Kontrolliert ökologischer Weinbau Bruchhausen, Christoph Müller vom Weingut Matthias Müller in Spay und Jan Matthias Klein vom Öko-Weingut Staffelter Hof in Kröv. Die Winzer präsentierten nicht nur besondere Weine aus ihrer Kollektion, sie eröffneten durch ihre Beiträge auch Einblicke in das Leben und Arbeiten von Winzern im Ringen um den besten Wein, unter wechselnden Witterungsbedingungen und  mit allen Herausforderungen, die der Beruf mit sich bringt. Das Publikum dankte es mit kräftigem Applaus und mit Kärtchen mit ihren Kontaktdaten, die in Pappboxen eingeworfen werden konnten. So hatten am Ende alle etwas von diesem Abend, den es so noch nicht gegeben hat: Die Besucher gingen mit vielen neuen Eindrücken von Weinen und Winzern, die Winzer mit den Adressen zahlreicher potentieller Kunden nach Hause – und mit dem guten Gefühl, ihre Begeisterung für das Kulturprodukt Wein erfolgreich weitergegeben zu haben. Für Moderator Dr. Andreas Archut und den Hausherrn Ralf Karabasz steht fest: Der Winzer-Slam wird fortgesetzt!

Fachsimpeln mit den Winzern. Fotos: Volker Lannert
Jan Klein (li.) und Jörg Belz.
Drachenfels-Winzer Felix Pieler (li.) im Gespräch mit Besuchern des Slams.
Winzer Jörg Belz im Gespräch mit dem Publikum.
Ein Selfie für die Verwandtschaft: Christoph Müller.
Jan Matthias Klein präsentierte einen Riesling von alten Reben.
Die Slammer gaben ihre Begeisterung weiter.
Winzer Felix Pieper (li.) und Moderator Andreas Archut.
Felix Pieper stellte seinen Sauvignon Blanc-Sekt vor. Die Idee dazu stammt aus Neuseeland.

1. Bonner Winzer-Slam (v.l.): Christoph Müller, Jan Matthias Klein, Jörg Belz, Angelika Belz, Andreas Archut und Felix Pieper.

Der Bachelor war wieder zu kurz…

… um schlechten Wein zu trinken. Am vergangenen Donnerstag haben rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Einführung in das akademische Weintrinken im Podium 49 mitgemacht.

Wie versprochen, gab es auch dieses Mal keine trockene Vorlesung, sondern eine beispielreiche Tour de Force durch die Wunderwelt des Weins. Ob Müller-Thurgau aus der Literflasche, Blanc de Noirs oder edelsüßen Riesling – es gab viel zu probieren und den eigenen Wein-Geschmack zu entdecken.

Mit unterschiedlichen Methoden haben wir dabei Weinwissen vermittelt: Das Publikum lernte, Weine zu beschreiben und zu bewerten, ohne auf gängige Trends und Muster hereinzufallen. In der „Lernerfolgskontrolle“ galt es, Begriffe aus der Weinsprache richtig zu erraten und z.B. zu wissen, dass Spätlesen nicht nur abends und bei Mondschein gelesen werden.

Die Quintessenz des Abends lautete schließlich: Der beste Wein ist der, der Dir am besten schmeckt! und endete mit dem Appell, sich ganz im Sinne von „Life-long learning“ auf den Weg zu machen.

Alle Fotos: Volker Lannert

Weinseminar von und mit Andreas Archut
© Volker Lannert
Was kostet der Wein? Wie schmeckt er mir? Das waren die lebensnahmen Bewertungskriterien.
© Volker Lannert
Originalfilename: D5V_9769
Weinseminar „Der Bachelor ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken“. Cornelius Dirk erklärt statistische Zusammenhänge anhand der Weinbewertung des Publikums. © Volker Lannert
Weinseminar von und mit Andreas Archut
© Volker Lannert
Originalfilename: D5V_9760
Die Teilnehmenden bewerteten Weine mittels Klebepunkten.
© Volker Lannert
Weinseminar von und mit Andreas Archut
© Volker Lannert

Die Damen begeistern beim 3. Bonner Wein-Slam

Das Podium 49 bietet das ideale Ambiente für den Wein-Slam.
Das Tableau des Abends (v.l.): Vera Raths, Claudia Severin, Barbara Lechner und Brigitte Schenkel.
Brigitte Schenkel begeisterte mit Rosé-Sekt und spritzig vorgetragenen Geschichten aus ihrem Berufsleben.
Vera Raths brach als Genussbotschafterin eine Lanze für die Sinnlichkeit des Weins.
Hausherr Ralf Karabasz und Wolfram Schmuck vom Bonner Spendenparlament überwachten den ordnungsgemäßen Abstimmungsvorgang.
Ralf Karabasz informiert über die Angebote des Podiums 49.
Das Publikum des Wein-Slams: junge und gereifte Weinfreunde amüsierten sich prächtig.
Claudia Severin berichtete von einem experimentellen Besuch an der Mosel.

Das gab es noch nicht: Rein weiblich besetzt war das Tableau beim 3. Bonner Wein-Slam im Podium 49. Am Ende gewann die Bonner Kommunikationsberaterin Claudia Severin mit knappem Vorsprung vor ihren drei Mitbewerberinnen, die ebenfalls viel Anerkennung ernteten.

Am Freitagabend hatten rund 60 Besucher die Qual der Wahl: Vier Weinliebhaberinnen präsentierten sich und einen Lieblingswein. Am Ende kam es zur Abstimmung – die passenderweise mit Korken und Weinkühlern vollzogen wurde. Die Entscheidung fiel dann auch um Korkenbreite. Den anderen drei Slammerinnen zollte das Publikum mit frenetischem Beifall Respekt.

Claudia Severin überzeugte das Slam-Publikum mit einem Erlebnisbericht von der Mosel, wo sie den Riesling Hochgewächs feinherb vom Weingut Anton Hammes in Alken entdeckte. Ganz nebenbei warb die Trainerin mitt ihrem Vortrag dafür, dass Paare sich auf Experimente einlassen; auch ihr Besuch an der Mosel ging auf ein solches Experiment zurück.

Die medizinisch-technische Assistentin Brigitte Schenkel begeisterte ihr Publikum mit dem Rosé-Sekt namens „Hand in Hand“ von Meike Näkel und Markus Klumpp und Episoden aus ihrer spannenden Tätigkeit in der Kinderwunsch-Abteilung der Uni-Frauenklinik.

Die Bad Honneferin Vera Raths nahm das Publikum mit auf eine Geschmacksreise in die Gascogne und warb dafür, Wein nicht nur als Genussmittel, sondern auch als Erinnerungsspeicher zu nutzen – etwa für besondere Ereignisse, Landschaften und Begegnungen, die wieder wach werden, wenn der damit verbundene Wein erneut die Geschmacksknospen benetzt.

Einen musikalischen Akzent setzte die aus der Steiermark stammende Bonner Musikerin Barbara Lechner, die nicht nur mit einem exzellenten Zweigelt

Die aus Österreich stammende Musikerin Barbara Lechner begeisterte mit Stimme, Gitarre und Rotwein aus ihrer Heimat.

vom Weingut Kummer begeisterte, sondern eine heimische Weise auf ihrer Gitarre spielte und das Publikum zum Mitsingen, -jodeln und -pfeifen animierte. Das Publikum dankte es ihr mit einem begeisterten Applaus.

Hausherr Ralf Karabasz und der Moderator und Gastgeber Dr. Andreas Archut zogen am Ende eine positive Bilanz: Der Wein-Slam wird weitere Folgen haben! Im Juni ist ein „Winzer-Slam“ mit einem etwas anderen Format geplant. Im September soll es dann wieder den bewährten Bonner Wein-Slam mit neuer Besetzung geben.

Alle Fotos: Barbara Frommann