Auf den Wein achten – nicht nur an Weihnachten

Ein kleiner Survival-Guide fürs Festtagsessen

Ein guter Wein ist kein Problemlöser, denn Ihr wisst ja: Alkohol ist keine Lösung, sondern ein Lösungsmittel. Und er ist auch manchmal ein exzellenter Puffer. Außerdem kann man sich bei der Suche nach passenden Verbindungen von Wein und Speisen ein wenig ablenken von den Herausforderungen der Feiertage. Damit herzlich willkommen zu deinem Festtags-Überlebenspaket für echtes Foodpairing mit deutschem Wein!

Festtagslogik: nicht den „besten“ Wein suchen, sondern passende Allrounder

Weihnachtsessen ist selten filigran, sondern eher das Gegenteil: Da sind Röstaromen, Saucen, Butter, Gänsefett, Bratapfel, Rotkohl-Süße und Gewürze im Spiel. Der perfekte Wein muss deshalb vor allem drei Dinge können: Säure gegen Fett, nicht zu viel Alkohol, damit der Abend nicht vor dem Dessert in den Sinkflug geht; und moderates Holz, weil zu viel Barrique schnell wie Vanillekipferl vom Vorjahr schmeckt, ohne so richtig Festtagsstimmung zu verbreiten.

Man kann Wein in viele Kategorien einteilen. Ich mag in diesem Zusammenhang gerne die Unterscheidung von „Renommierweinen“ und „Kommunikationsweinen“. Kommunikationsweine unterstützen die Kommunikation zwischen Menschen, lösen die Zungen, entspannen die Atmosphäre, aber quatschen nicht ständig dazwischen. Das ist die Schwäche der Renommierweine: Sie wollen wahrgenommen, gewürdigt, besprochen werden und müssen immer im Mittelpunkt stehen – ähnlich wie Tante Gloria nach dem zweiten Eierlikör. Und sie sind meist überaus kräftig, auch im Alkohol, was die Trinkfreude im Laufe des Abend arg herabsetzt. Also für Weihnachten würde ich entschieden zum „Kommunikationswein“ raten.

Der Auftakt: Winzersekt als diplomatische Mission

Für den gelungenen Einstieg in den Abend brauchst du etwas, das sofort festlich wirkt, ohne die Stimmung nach zwanzig Minuten in weltpolitische Diskussionen abdriften zu lassen. Ein Winzersekt ist als Aperitif ideal, besonders aus Riesling, Weißburgunder oder Blanc de Noir vom Spätburgunder (etwa vom Wilhelmshof in Siebendingen). Oder wie wäre es mit einem eleganten Crémant aus der Pfalz von der Familie Winterling (mein Favorit: der „Coulée d’Or etwa mit den „Champagner-Rebsorten“ Chardonnay, Spätburgunder und Schwarzriesling)?

Und Vorsicht beim Sektkauf nach Etikett! Die Bezeichnung für die Restsüße weicht beim Schaumwein gehörig vom Stillwein ab: Riesling-Sekt „extra trocken“ ist schon mächtig süß. Das Pendant zu „trocken“ wäre mit Bubbles mindestens „brut“, besser „extra brut“, und Purist*innen schwören auf „brut nature“, der ganz ohne zugesetzte „Dosage“ auskommt (nach der zweiten Gärung zugesetzter Süßwein, der den gewünschten Zuckergehalt einstellt).

Vorspeisen: Fisch, Suppe und das berühmte „ein bisschen von allem“

Bei Lachs, Forelle oder Räucherfisch bist du meist mit einem kräftigen, gereiften Riesling oder mit Weißburgunder auf der sicheren Seite; bei kräftigen Räucheraromen darf es gern Grauburgunder mit etwas Schmelz sein oder ein Weißwein, der „oxidativ“ im Holzfass ausgebaut wurde (Tipp: Sauvignon Blanc Fumé von Felix Pieper). Die Logik dahinter ist einfach: Säure und Frische bringen Ordnung ins Fett, und eine klare Frucht hält das Ganze lebendig. Bei cremigen Vorsuppen wie Kürbis-, Maronen- oder Kartoffelsuppe funktionieren Silvaner und Weißburgunder besonders gut, weil sie ruhig bleiben und nicht aromatisch „dazwischenfunken“. Wenn die Suppe spürbar süßlicher wird – Marone ist da ein Klassiker –, wirkt ein Riesling feinherb oft harmonischer als ein knochentrockener Wein.

Die Hauptgänge: Gans, Ente, Braten – jetzt zählt Balance

Gans mit Rotkohl und Klößen ist die große Bühne für Röstaromen, Fett und eine Beilage, die gern ins Süßliche spielt. Rotwein passt – aber bitte nicht der 15-Prozent-Barrique-Hammer. Spätburgunder ist hier das Festtags-Ass, wenn er saftig, fruchtbetont und nicht überholzt ist: rote Beeren, etwas Würze, genug Struktur, ohne das Essen zu erschlagen (probiert zum Beispiel den „Ahr-Spätburgunder S“ von Weingut Kriechel. Und ja, man darf es sagen: Riesling Kabinett oder Spätlese mit etwas Restsüße sind zu Gans oft überraschend großartig, gerade weil Säure das Fett sauber „schneidet“ und ein Hauch Restsüße Rotkohl und Bratapfel geschmeidig einfängt (erste Adresse für restsüße Rieslinge: Weingut Nick Köwerich an der Mosel!).

Bei Ente, die häufig aromatischer ist und manchmal mit Orange oder fruchtigen Komponenten serviert wird, funktioniert Spätburgunder ebenfalls sehr gut, alternativ Lemberger aus Württemberg mit seiner pfeffrigen Würze. Der Trick bei Orangensauce: lieber fruchtbetonte Weine und moderates Holz – zu viel Fass plus Orange kippt schnell in „Weihnachtsduftkerze“.

Zu Rinderbraten oder Rouladen darf es kräftiger werden, auch hier sind Lemberger oder ein strukturierter Spätburgunder (Beispiel: Kleinkarlbacher Herrenberg vom Weingut Hammel) zuverlässig, vor allem wenn Speck, Senf und reichlich Sauce die Aromatik bestimmen. Lieber was Weißes? Dann probiert die Kunstwerke, die Stefan Bietighöfer aus Barrique und Großem Holz zaubert.

Und wenn dieser Onkel zu Besuch kommt, der grundsätzlich über deutsche Weine meckert und hiesige Rotweine schlicht für untrinkbar hält, dann stellt ihm doch mal blind einen Roten von Weingut Peth-Wetz aus Rheinhessen hin. Wetten, er fällt drauf rein?

Raclette und Fondue: Das Abendessen, das nie endet – und der Wein, der dazu durchhält

Raclette ist weniger ein Gericht als ein Zustand. Käse, Fett, Salz, dazu Cornichons, Kartoffeln, Mais, vielleicht Ananas aus Trotz, und irgendwo im Hintergrund läuft bereits die erste Grundsatzdebatte. Hier brauchst du Allrounder, die nicht ermüden. Weißburgunder trocken ist die zuverlässigste Wahl, weil er neutral genug ist, um Verschiedenes zu begleiten, und trotzdem Struktur hat. Grauburgunder passt, wenn du mehr Cremigkeit willst. Riesling trocken bis feinherb ist perfekt, wenn viele Essiggurken und süß-säuerliche Beilagen am Start sind.

Ein Profi-Hack für Gastgeber: Stell zwei Weine hin – Weißburgunder trocken für die „Ich trinke nur trocken“-Fraktion und Riesling feinherb für alle, denen zu viel Säure sonst den Abend verdirbt. Das ist keine Kapitulation, das ist Konfliktprävention.

Vegetarisch und vegan: Pilzbraten, Nuss-Loaf und Röstaromen ohne Reue

Bei Pilzgerichten und allem, was ordentlich Röstaromen mitbringt, ist Spätburgunder wieder ganz vorn, solange er nicht zu holzbetont daherkommt. Silvaner ist stark zu Ofengemüse und Kräutern, weil er begleitet statt zu dominieren. Wenn exotische orientalische Gewürze ins Spiel kommen, hätte ich einen besonderen Tipp, den ich dieses Jahr bei „Mythos Mosel“ entdeckt habe: Dem Goldmuskateller vom Weingut K.-J. Thul aus Thörnich an der Mosel gelingt die perfekte „Marriage“.

Scharfes Essen gelingt mit leicht restsüßem Riesling am besten: Ein wenig Restsüße („feinherb“) puffert Würze und Schärfe ab und sorgt dafür, dass der Wein nicht hart wirkt. Restsüßer Riesling wäre auch bei Leberpastete und Foie gras die erste Wahl.

Dessert und Gebäck: Keine Angst vor süßen Weinen

Sobald Stollen, Plätzchen, Marzipan oder Bratapfel auf den Tisch kommen, geraten trockene Weine schnell in die Defensive und wirken plötzlich „sauer“. Die goldene Regel lautet: Der Wein sollte mindestens so süß sein wie das Dessert – sonst wird es kantig. Riesling Spätlese oder Auslese ist hier ein Klassiker im besten Sinne, weil die Süße von einer lebendigen Säure getragen wird. Restsüße Scheurebe ist eine sehr gute Alternative, wenn du ein aromatischeres Profil möchtest, das mit Vanille, Zimt und Orangennoten mithält. Zum Bratapfel sind Riesling Spätlesen oft wie gemacht: Apfel, Säure, Gewürze – das klickt.

Käse zum Schluss: Spätburgunder, edelsüß, oder …

Bei Hartkäse und kräftigen Schnittkäsen funktionieren Spätburgunder oder auch Grauburgunder sehr gut, je nachdem, ob du eher rot oder weiß bleiben möchtest. Sobald Blauschimmel auf dem Brett liegt, darfst du den Hebel umlegen: Der Klassiker wäre Riesling ab Beerenauslese aufwärts. Süße gegen Salz und pikante Schimmelwürze – das ist einer dieser Momente, in denen Wein plötzlich nach „Festtag“ schmeckt, ohne sich anzustrengen. Wer etwas riskieren und ein neues Weinerlebnis gewinnen will, greift dagegen beim Bleu zum Orange-Wein, der mit dem würzigen Käse erstaunlich gut harmoniert (für Einsteiger empfehle ich den „The Orange touch“ von Weingut Beisiegel/Nahe.

Familienfeier überleben: fünf Maßnahmen, die wirklich helfen

Das einfachste Helfer ist ein Wein, der vielen schmeckt und dir selbst auch. Riesling feinherb, Weißburgunder trocken oder ein saftiger, nicht zu holziger Spätburgunder sind ideale Mitbringsel, weil sie kulinarisch breit einsetzbar sind und sozial kaum jemanden triggern. Wer einschenkt, steuert außerdem Tempo und Stimmung – nicht als Machtspiel, sondern als Logistik.

Stell Wasser sichtbar auf den Tisch, denn das ist kein Verrat, sondern die Voraussetzung dafür, dass der Abend nicht vor dem Dessert kippt. Inhaltlich gilt: Politische Großwetterlage und Grundsatzfragen funktionieren meist besser nach dem Hauptgang als davor; bis dahin helfen Fragen stellen, Komplimente verteilen und die Kochleistung feiern. Und wenn es trotzdem knirscht, sorgt ein kurzer Spaziergang oder ein „Ich muss mal kurz telefonieren“ für Deeskalation.

Der Spickzettel im Kopf: zwei Flaschen, große Wirkung

Wenn du es maximal unkompliziert willst, denk in zwei Flaschen: Eine, die fast immer passt, und eine, die den Hauptgang glänzen lässt. Als sichere Bank funktioniert ein Vertreter der Burgunderfamilie (Weiß-, Grau- oder Spätburgunder „blanc de noir“ trocken). Für die große Bühne nimmst du je nach Menü Spätburgunder (Gans, Ente, Pilzgerichte, Käse) oder einen feinherben Riesling (wenn Rotkohl, Fruchtkomponenten oder viel Würze mitspielen). Damit bist du festtagstauglich ausgestattet – kulinarisch und sozial.

Ich wünsche Euch allen ein frohes und entspanntes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr mit hoffentlich vielen schönen Weinerlebnissen. Andreas Archut

Spätburgunder – eine Liebeserklärung

Bei einer Weinverkostung am Valentinstag darf eine gehörige Portion Liebe nicht fehlen. In diesem Fall war es die Liebe zum Spätburgunder, jener finessen- und variantenreichen Rebsorte.

Höhepunkt des Abends war die Querverkostung von sechs Jahrgängen (2011 bis 2006) eines Spätburgunders aus der Lage Centgrafenberg in Bürgstadt in Franken. Begeistert stellten die Teilnehmenden fest, dass jedes Jahr seine eigene Prägung aufwies – und Witterung und Wetter einen spür- und schmeckbaren Anteil am Charakter des Weins haben.

Es spricht für sich, dass die zum Teil mehr als ein Jahrzehnt alten Weine noch immer eine jugendliche Frische aufweisen und nichts an Kraft und Eleganz eingebüßt haben. So hielt der Abend einige außergewöhnliche Eindrücke bereit, die noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Zur Verkostung kamen Spätburgunder-Weine von der Mosel, vom Mittelrhein, von der Ahr und aus Franken.

Fotos: Volker Lannert

Weinseminar: Spätburgunder – eine Liebeserklärung

Ganz neu im Programm ist dieses Seminar: Am Valentinstag, Freitag, 14. Februar 2020, 19:30 Uhr laden wir ein zu einem ganz besonderen Pinot Noir-Event. Titel: „Spätburgunder – eine Liebeserklärung“. An diesem Abend probieren wir edle und ausgezeichnete deutsche Spätburgunder der Spitzenklasse. Höhepunkt ist eine Querschnittsverkostung sechs (!) verschiedener Jahrgänge eines im Barrique gereiften Spätburgunders aus der Toplage Bürgstadter Centgrafenberg in Franken. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit und erleben Sie mit uns, wie großer Wein von Witterung und Zeit geprägt wird. Tickets gibt es unter https://pinotnoir2020.eventbrite.de zum Preis von 69 Euro (Frühbucher: 59 Euro). Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.  

Foto: Volker Lannert

Vielfalt, die man schmecken kann: Ein Abend mit den roten Burgundern

Bei unserem nächsten Weinseminar am Donnerstag, 21. Februar 2019, um 19:30 Uhr im Podium 49 stehen der Spätburgunder und sein naher Verwandter, der Frühburgunder, im Mittelpunkt. Wir probieren uns anhand von Beispielen unterschiedlicher deutscher Weinbauregionen durch die Vielfalt dieser Rebsorten.

Der seit dem frühen Mittelalter im deutschen Raum bekannte Spätburgunder (auch „Blauer Burgunder“ genannt) ist heute die deutsche Rotweinsorte schlechthin. Es ist aber auch nie zu spät, auch den Frühburgunder kennenzulernen und sich für ihn begeistern! Die kapriziöse und anspruchsvolle Rebsorte, die durch eine Mutation aus dem Spätburgunder entstanden ist, drohte zwischenzeitlich in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Doch sie konnte dank begeisterter Fans gerettet werden. Warum sich das gelohnt hat? Wir werden es probieren.

Wir ergründen auch, warum immer mehr Winzer statt „Spätburgunder“ die Bezeichnung „Pinot Noir“ aufs Etikett schreiben, und was damit gemeint ist. Und schmeckt man den Unterschied vielleicht sogar? Wir finden es am 21. Februar gemeinsam heraus!

Entdecken Sie die Vielfalt des Spät- und Frühburgunders, die mehr als die meisten anderen Rotweinsorten das Terroir und die Hand des Winzers erkennen lassen.

Donnerstag, 21. Februar 2019, 19:30 Uhr,Podium 49

Die Karten für das Burgunder-Seminar gibt es wieder direkt bei Eventbrite:
https://spaetburgunder2019.eventbrite.de

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Podium 49.

Foto: „Pinot Noir in Anderson Valley“ by Naotake Murayama; https://flic.kr/p/6Sy7Rc; licensed unter Creative Commons license CC BY 2.0.

Weinseminar: Rote Burgunder – Vielfalt im Glas erleben

Terminankündigung: Donnerstag, 21. Februar 2019, 19:30 Uhr

Spätburgunder oder international Pinot Noir gehört zum Edelsten, was der deutsche Weinbau hervorbringt. Vom einfachen Zechwein bis zur bejubelten Preziose reicht die Bandbreite. Dabei verraten die roten Burgunder viel über ihre Herkunft, denn sie sind ähnlich stark vom Terroir geprägt wie der Riesling bei den Weißweinen. Wir gehen mit Euch auf Burgunder-Tour durch die deutschen Weinbaugebiete und lernen dabei neben dem Spätburgunder auch Vertreter des Frühburgunders (Pinot Madelaine) kennen.

Tickets gibt es unter: https://spaetburgunder2019.eventbrite.de

Die Vielfalt des Spätburgunders – Seminarbericht vom 22. Februar 2018

Was der Riesling beim deutschen Weißwein, ist der Spätburgunder in der roten Kategorie: Wohl keine andere Rotweinsorte in Deutschland ist so vielfältig und spiegelt dabei gleichzeitig das „Terroir“ wider, also die Kombination aus Standort, Klima und andere Wachstumsbedingungen, Winzertradition der Region und individuelle Winzerpersönlichkeit.

Seminarleiter Dr. Andreas Archut begrüßte die Gäste mit einem Paradoxon: Weißgekelterter Spätburgunder von der Ahr – besser bekannt als Blanc de Noirs. Foto: Volker Lannert

Anhand acht Beispielen lernten die Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des erstmalig im Podium 49 durchgeführten Themenseminars diese Vielfalt kennen und erfuhren dabei viel darüber, wie und wo Spätburgunder-Weine entstehen und welche großen Unterschiede es am Ende im Glas festzustellen gibt.

Blauer Spätburgunder von der Nahe – mit und ohne Holzausbau – kam sehr gut an! Foto: Volker Lannert

Die Rundreise durch deutsche Weinbaugebiete startete an der Ahr und endete am Drachenfels –Spätburgunder/Pinot Noir bildete den „rotem Faden“ der Tour. Dabei gingen wir auch der Frage auf den Grund, warum die einen Winzer „Spätburgunder“ aufs Etikett schreiben und die ihn „Pinot Noir“ nennen. Beide Begriffe sind weinrechtlich gesehen Synonyme, bezeichnen also dieselbe Rebsorte. Auch wenn theoretisch das Marketing bei der Namensgebung eine zentrale Rolle spielt, so wurde deutlich, dass der „Pinot Noir“ nicht bloß ein „Spätburgunder mit abgespreiztem kleinen Finger“ ist, sondern – insbesondere bei der Auswahl bestimmter kleinbeeriger Klone des Spätburgunders auch eine „internationalere“ Machart der Weine beschreibt.

Foto: Volker Lannert

Schließlich konnten das Publikum an diesem Abend erschmecken, wie die Wahl verschiedener Fässer – vom Stahltank über das große Holzfass bis hin zum Barriquefass den Wein prägt, und wie Winzer geschickt mit den vom Holz und von der Oxidation stammenden Tertiäraromen spielen können.

Foto: Volker Lannert

Herzlichen Dank an Volker Lannert, der diesen Abend im Bild festgehalten hat!

Eine Flasche passt nicht in die Reihe. Welche? Foto: Volker Lannert