Das war der 4. Bonner Wein-Slam

Marketingexpertin Birgit Eschbach begeisterte das Publikum mit einem Bericht vom „Petit Médoc“, der Laufveranstaltung für Weinbegeisterte in Oberdollendorf, und einem rassigen Médoc im Glas. Alle Fotos: © Volker Lannert
Impressionen – Weinslam am 09.11.2017
© Volker Lannert
Impressionen – Weinslam am 09.11.2017
© Volker Lannert

Dr. Elisabeth Mettke heißt die Gewinnerin des 4. Bonner Wein-Slams! Die Biomedizinerin mit Science-Slam-Erfahrung ging im Podium 49 aufs Ganze und präsentierte einen Riesling aus dem Discounter – verbunden mit den neuesten Erkenntnissen aus der Forschung. Knapp war die Entscheidung am Ende doch wieder, und nur den Zählkünsten des Unparteiischen Wolfram Schmuck ist es zu verdanken, dass am Ende überhaupt jemand den leicht überdimensionierten Wanderpokal voller Weingummi und den künstlichen Lorbeerkranz entgegennehmen konnte.

Die strahlende Gewinnerin des 4. Bonner Wein-Slama
© Volker Lannert
Weinslam  © Volker Lannert

PR-Expertin Sonnhild Schretzmann nahm das Publikum mit auf eine Reise nach Burgund.
© Volker Lannert
Siegerehrung: Wolfram Schmuck überreicht Elisabeth Mettke ihre Trophäe. © Volker Lannert
Die Slammer des 4. Bonner Wein-Slams. © Volker Lannert
Reinhard Sentis stellte das „Kapittälchen“ vor, ein Ahrwein zugunsten des Bonner Münsters.
© Volker Lannert
Was mit Wein – Weinslam am 09.11.2017 © Volker Lannert

Das sind die Slammerinnen und Slammer des 4. Bonner Wein-Slams

Auch für die kommende Neuauflage des Bonner Wein-Slams haben wir wieder vier außerordentliche Persönlichkeiten gewinnen können, die für Euch in die „Bütt“ steigen. Freut Euch auf:

birgit
Birgit Eschbach. Foto: rheintoechter.com

Birgit Eschbach, Jahrgang 1966, ist gelernte Kommunikationswirtin und überzeugte Rheinländerin – genauer gesagt: Rhöndorferin. Mit ihrer im Schatten des Drachenfelses gelegenen Agentur Rheintöchter entwickelt sie Marketing-Konzepte und organisiert außergewöhnliche, nachhaltige Events und setzt damit große Marken, Unternehmen und Produkte in Szene. Warum also nicht auch mal einen Wein anpreisen? Da musste die nicht lange überlegen und nahm die Herausforderung Wein-Slam an.

Reinhard Sentis. Foto: Martin Magunia

Reinhard Sentis, Jahrgang 1975, hat katholische Theologie an der Universität Bonn studiert und leitet heute die Stabsstelle Kommunikation des katholischen Stadtdekanats Bonn. Seit über 10 Jahren ist er dessen Pressesprecher. Das Bonner Münster stets ins rechte Licht zu rücken, liegt dem Social-Media-Aficionado besonders am Herzen. Dazu nutzt er kreative Mittel, auch solche, die mit Rebensaft gefüllt sind. Jedes Jahr füllt ein Winzer aus der Region fürs Bonner Münster neue Fundraising-Weine der „Stiftslese“ zugunsten der Sanierung der Münsterkirche ab, die Sentis dann kommunikativ vermarktet. So können sich die Bonner ihr Münster quasi „schön saufen“. Da machen wir natürlich mit!

Sonnhild Schretzmann. Foto: privat

Sonnhild Schretzmann erblickte 1945 kurz vor Kriegsende das Licht der Welt. Aus Böhmen stammend, mussten ihre Eltern damals die Heimat verlassen. Nach einer Schulzeit im deutschen Osten studierte sie Germanistik, machte einen Abschluss als Diplomgermanistin und wurde Assistentin für Klassische Literatur an der Berliner Humboldt-Uni. Nach der Wende arbeitete Schretzmann als Wissenschafts-Journalistin unter anderem für den Verlag Gruner & Jahr. Seit 1999 lebt sie „der Liebe wegen“ in Bonn, wo sie ein Jahrzehnt lang Pressesprecherin des Senior Experten Service war. Im „Unruhestand“ engagiert sie sich ehrenamtlich als Vorsitzende des Colloquium Humanum der Damen. Daneben bleibt noch etwas Zeit für Reisen und die Mitwirkung im Bonner Medien-Club.

Dr. Elisabeth Mettke

Die Biomedizinerin Dr. Elisabeth Mettke, Jahrgang 1985, hat Biologie und Lebenswissenschaften in Berlin studiert, bevor sie nach Stationen am Robert-Koch-Institut und der Universität Oxford zur Promotion an die Universität Bonn kam. Inzwischen ist sie verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitarbeit des Bonner Exzellenzclusters ImmunoSensation. Mettke verfügt über Slam-Erfahrung: Als Science Slammerin stand sie wiederholt auf der Bühne, um über ihre Forschung zu sprechen. Dabei ging es allerdings nicht um Wein, so dass der 4. Bonner Wein-Slam für sie eine Premiere ist.

4. Bonner Wein-Slam am 9. November 2017

Im November geht es wieder rund im Podium 49: Der Bonner Wein-Slam geht am Donnerstag, 9. November, in seine vierte Runde.

Der Rheinländer weiß: Zwei Mal ist Tradition, aber was man zum dritten Mal macht, das ist Brauchtum! Und beim vierten Mal? Weltkulturerbe!

Auch dieses Mal haben wir vier Slammer – genauer gesagt: drei Slammerinnen und einen Slammer – gefunden, die sich trauen, vor das Publikum zu treten, um es für einen ganz besonderen, persönlich ausgewählten Wein zu begeistern.

Jeder macht das auf seine Weise. Wir haben Vorträge erlebt, kleine Lesungen und Mitmachaktionen. Eins haben sie gemeinsam: Sie mögen Wein. Aber nicht Rebsorte, Oechslegrad, Alkoholgehalt oder Etikett entscheiden diesen Wettbewerb – was am Ende zählt ist einzig das beste „Gesamtpaket“ aus Wein, Weinliebhaber und Präsentation. Denn zuletzt bestimmt das Publikum mit allen seinen Sinnen, wer sich als erster Bonns bester Wein-Slammer nennen darf.

4. Bonner Wein-Slam
Donnerstag, 9. November 2017, 19:30 Uhr im Podium 49, Schloßstr. 49, 53115 Bonn

Seid dabei! Tickets gibt es wie immer bei Eventbrite:
https://vierter-bonner-weinslam.eventbrite.de

 

Impressionen vom 1. Bonner Winzer-Slam

Eine gelungene Premiere erlebten die Besucher des 1. Bonner Winzer-Slams im Podium 49 in der Bonner Südstadt. Fünf Vertreter von vier Weingütern ließen sich auf das neue Format ein: Felix Pieper vom Weingut Pieper in Königswinter, Angelika und Jörg Belz, Kontrolliert ökologischer Weinbau Bruchhausen, Christoph Müller vom Weingut Matthias Müller in Spay und Jan Matthias Klein vom Öko-Weingut Staffelter Hof in Kröv. Die Winzer präsentierten nicht nur besondere Weine aus ihrer Kollektion, sie eröffneten durch ihre Beiträge auch Einblicke in das Leben und Arbeiten von Winzern im Ringen um den besten Wein, unter wechselnden Witterungsbedingungen und  mit allen Herausforderungen, die der Beruf mit sich bringt. Das Publikum dankte es mit kräftigem Applaus und mit Kärtchen mit ihren Kontaktdaten, die in Pappboxen eingeworfen werden konnten. So hatten am Ende alle etwas von diesem Abend, den es so noch nicht gegeben hat: Die Besucher gingen mit vielen neuen Eindrücken von Weinen und Winzern, die Winzer mit den Adressen zahlreicher potentieller Kunden nach Hause – und mit dem guten Gefühl, ihre Begeisterung für das Kulturprodukt Wein erfolgreich weitergegeben zu haben. Für Moderator Dr. Andreas Archut und den Hausherrn Ralf Karabasz steht fest: Der Winzer-Slam wird fortgesetzt!

Fachsimpeln mit den Winzern. Fotos: Volker Lannert
Jan Klein (li.) und Jörg Belz.
Drachenfels-Winzer Felix Pieler (li.) im Gespräch mit Besuchern des Slams.
Winzer Jörg Belz im Gespräch mit dem Publikum.
Ein Selfie für die Verwandtschaft: Christoph Müller.
Jan Matthias Klein präsentierte einen Riesling von alten Reben.
Die Slammer gaben ihre Begeisterung weiter.
Winzer Felix Pieper (li.) und Moderator Andreas Archut.
Felix Pieper stellte seinen Sauvignon Blanc-Sekt vor. Die Idee dazu stammt aus Neuseeland.

1. Bonner Winzer-Slam (v.l.): Christoph Müller, Jan Matthias Klein, Jörg Belz, Angelika Belz, Andreas Archut und Felix Pieper.

Vier Weingüter machen mit beim Bonner Winzer-Slam

Weinbau in Unkel am Rhein: Angelika und Jörg Belz, Kontrolliert ökologischer Weinbau Bruchhausen

Am 23. Juni 2017 ist es soweit: Im Podium 49 findet der 1. Bonner Winzer-Slam statt – schon wieder eine Premiere und ein Pflichttermin für alle, die Spaß an Wein und den authentischen Winzer-Persönlichkeiten haben, die hinter diesen wunderbaren Kulturprodukten stehen. Wir haben vier Weingüter – drei vom Mittelrhein, einer von der Mosel – gewonnen, die sich auf das Experiment „Winzer-Slam“ einlassen.

Der Junge Wilde vom Drachenfels: Felix Pieper, Weingut Pieper Königswinter

Die Bonner Wein-Slams erreichen mit dem Winzer-Slam einen neuen Level. Entdecken Sie neue Weine, interessante Menschen und überraschende Perspektiven auf eines der ältesten Kulturgüter der Welt.

Während beim Bonner Wein-Slam Laien antreten und ihre Lieblingsweine präsentieren, verfolgt der Winzer-Slam einen etwas anderen Ansatz. Ziel ist hier die erleichterte Kontaktaufnahme zwischen Publikum und Winzern – eine Art „Winzer-Speeddating“ also. Deshalb wird am Ende nicht wie beim Wein-Slam abgestimmt, sondern die Besucher geben denjenigen Winzern ihre Kontaktdaten, in deren Verteiler sie aufgenommen werden möchten und von denen sie mehr Informationen erfahren wollen.

Begeistender Moselaner: Jan Matthias Klein, Staffelter Hof Kröv
Sohn aus gutem Hause: Christoph Müller, Weingut Matthias Müller Spay

Beim 1. Bonner Winzer-Slam lernen Sie vier Winzer aus verschiedenen Regionen kennen. Vertreten sind dieses Mal der Mittelrhein und die Mosel. Vier Winzer stellen sich mit einem besonderen Wein ihres Weingutes vor und erzählen von ihrem Ringen um das beste Produkt, ihrer Leidenschaft und den Höhen und Tiefen des Winzerdaseins.

Termin: Freitag, 23. Juni 2017, 19:30 Uhr. Eintritt: 25 Euro (ermäßigt 19 Euro). Karten gibt es unter https://bonner-winzer-slam.eventbrite.de

Der Bachelor war wieder zu kurz…

… um schlechten Wein zu trinken. Am vergangenen Donnerstag haben rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Einführung in das akademische Weintrinken im Podium 49 mitgemacht.

Wie versprochen, gab es auch dieses Mal keine trockene Vorlesung, sondern eine beispielreiche Tour de Force durch die Wunderwelt des Weins. Ob Müller-Thurgau aus der Literflasche, Blanc de Noirs oder edelsüßen Riesling – es gab viel zu probieren und den eigenen Wein-Geschmack zu entdecken.

Mit unterschiedlichen Methoden haben wir dabei Weinwissen vermittelt: Das Publikum lernte, Weine zu beschreiben und zu bewerten, ohne auf gängige Trends und Muster hereinzufallen. In der „Lernerfolgskontrolle“ galt es, Begriffe aus der Weinsprache richtig zu erraten und z.B. zu wissen, dass Spätlesen nicht nur abends und bei Mondschein gelesen werden.

Die Quintessenz des Abends lautete schließlich: Der beste Wein ist der, der Dir am besten schmeckt! und endete mit dem Appell, sich ganz im Sinne von „Life-long learning“ auf den Weg zu machen.

Alle Fotos: Volker Lannert

Weinseminar von und mit Andreas Archut
© Volker Lannert
Was kostet der Wein? Wie schmeckt er mir? Das waren die lebensnahmen Bewertungskriterien.
© Volker Lannert
Originalfilename: D5V_9769
Weinseminar „Der Bachelor ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken“. Cornelius Dirk erklärt statistische Zusammenhänge anhand der Weinbewertung des Publikums. © Volker Lannert
Weinseminar von und mit Andreas Archut
© Volker Lannert
Originalfilename: D5V_9760
Die Teilnehmenden bewerteten Weine mittels Klebepunkten.
© Volker Lannert
Weinseminar von und mit Andreas Archut
© Volker Lannert

Wein-Nachhilfe in Bonn: „Der Bachelor ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken“

„Der Bachelor ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“ – unter diesem Motto gibt es am Donnerstag, 11. Mai, um 19:30 Uhr im Podium 49 keine trockene Vorlesung, sondern ein Weinseminar für ordentliche Studenten und „Gasthörer“ aller Semester.

Wie soll man in nur sechs, sieben Semestern einen Hochschulabschluss erwerben, sich für den Berufseinstieg qualifizieren, ein Sozialleben aufbauen und dann auch noch das Weintrinken lernen? Der Bologna-Prozess hat das Studium entzaubert und rationalisiert, aber der Kampf ist noch nicht verloren!

wasmitwein.de rettet, was laut Volksmund seit jeher untrennbar zum Studentenleben gehört – den akademischen Weingenuss! Weil heute keiner mehr Zeit hat, in endlosen Semestern und per „trial and error“ auf verschlungenen, von alkoholischen Verirrungen und Kopfschmerzen gesäumten Pfaden vom „Effekttrinker“ zum „Weinkenner“ zu avancieren, helfen wir nach: Mit einer Schlüsselkompetenz-Ausbildung, die diesen Namen verdient, vermittelt diese Lehrveranstaltung dem studentischen Nachwuchs Parkettsicherheit im Umgang mit Wein und damit mit einem Kulturgut ersten Ranges.

Dieses „Modul“ hält, was andere nicht einmal versprechen:

  • Befreiung von Korkenphobie und Etikettenangst
  • Eine zuverlässige Brotkrumen-Strecke durch den Gläserwald
  • Fachwissen zum Angeben und Eindruckschinden

Bitte beachten Sie: Diese Lehrveranstaltung basiert auf praktischen Übungen. Daher besteht Anwesenheitspflicht! Teilnehmen kann natürlich jeder, der mehr über Wein erfahren möchte.

Der Bachelor ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken
Weinseminar
Donnerstag, 11. Mai 2017 19:30 Uhr
Podium 49, Schloßstr. 49, 53115 Bonn

Karten gibt es wie immer bei Eventbrite unter https://wein-bachelor-mai-2017.eventbrite.de.

Einfach Riesling – ein Heimatabend für Genießer

Riesling stand im Mittelpunkt eines vergnüglichen Abends im Podium 49.

Ein ganzer Abend im Zeichen des Riesling -das hatte es im Podium 49 bislang noch nicht gegeben. Das Podium ist der Ort in der Südstadt, in dem Kreativität, Kommunikation und Weinbegeisterung aufeinandertreffen. Gastgeber Andreas Archut nahm sein Publikum mit auf eine Riesling-Rundreise durch die deutschen Weinanbaugebiete. Dabei gab es einiges zu probieren. Zur Verkostung kamen Kreszenzen von Nahe, Mosel, Saar, Mittelrhein und Rheinhessen.

Andreas Archut führte durch den Abend.

In einer Vergleichsprobe konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben, wie unterschiedlich Weine schmecken können, obwohl sie derselbe Winzer produziert hat und Rebsorte, Alkoholgehalt und Jahrgang praktisch identisch sind. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Böden, auf denen die Weine gewachsen sind.

Alles für den Riesling – Muskelspiele fanden nicht nur im Glas statt. Das Hilfspersonal war sogar entsprechend „gebrandet“ worden.

Die beiden präsentierten Weine kamen aus nebeneinander liegenden Weinbergen und offenbarten im Glas dann auch völlig unterschiedliche Charakteristika: Während die eine mit ihrem kargen Schieferboden besonders die Mineralität des Weines herausbringt, zeigte sich der Riesling aus dem lösshaltigeren und dadurch mit besserer Fähigkeit zum Wasserspeichern ausgestatteten Weinberg viel fruchtiger.

Das Publikum lernte den Einfluss von Restzucker auf den Geschmack und die Aromatik des Weines kennen. Am Beispiel zweier Rieslinge, die es es sowohl trocken als auch feinherb gibt. Beide Weine kamen parallel zur Verkostung und erlaubten so einen direkten Vergleich und die Erforschung der eigenen Trink-Präpherenzen.

Außerdem konnte sich das Publikum an einigen Beispielen davon überzeugen, welche Entwicklung ein Wein im Laufe seines natürlichen Alterungsprozesses durchläuft.

Am Ende hatten alle viel Neues erlebt – neue Weine kennen gelernt, neue Informationen erhalten und viele Anregungen für kommende Genüsse aufgeschnappt.

Voraussichtlich im Herbst soll es mit einem Seminar über Spätburgunder eine Fortsetzung der unterhaltsamen Rebsortenkunde geben. Ein Termin wird noch bekannt gegeben.

Fotos: Ingo Konrads

Die Damen begeistern beim 3. Bonner Wein-Slam

Das Podium 49 bietet das ideale Ambiente für den Wein-Slam.
Das Tableau des Abends (v.l.): Vera Raths, Claudia Severin, Barbara Lechner und Brigitte Schenkel.
Brigitte Schenkel begeisterte mit Rosé-Sekt und spritzig vorgetragenen Geschichten aus ihrem Berufsleben.
Vera Raths brach als Genussbotschafterin eine Lanze für die Sinnlichkeit des Weins.
Hausherr Ralf Karabasz und Wolfram Schmuck vom Bonner Spendenparlament überwachten den ordnungsgemäßen Abstimmungsvorgang.
Ralf Karabasz informiert über die Angebote des Podiums 49.
Das Publikum des Wein-Slams: junge und gereifte Weinfreunde amüsierten sich prächtig.
Claudia Severin berichtete von einem experimentellen Besuch an der Mosel.

Das gab es noch nicht: Rein weiblich besetzt war das Tableau beim 3. Bonner Wein-Slam im Podium 49. Am Ende gewann die Bonner Kommunikationsberaterin Claudia Severin mit knappem Vorsprung vor ihren drei Mitbewerberinnen, die ebenfalls viel Anerkennung ernteten.

Am Freitagabend hatten rund 60 Besucher die Qual der Wahl: Vier Weinliebhaberinnen präsentierten sich und einen Lieblingswein. Am Ende kam es zur Abstimmung – die passenderweise mit Korken und Weinkühlern vollzogen wurde. Die Entscheidung fiel dann auch um Korkenbreite. Den anderen drei Slammerinnen zollte das Publikum mit frenetischem Beifall Respekt.

Claudia Severin überzeugte das Slam-Publikum mit einem Erlebnisbericht von der Mosel, wo sie den Riesling Hochgewächs feinherb vom Weingut Anton Hammes in Alken entdeckte. Ganz nebenbei warb die Trainerin mitt ihrem Vortrag dafür, dass Paare sich auf Experimente einlassen; auch ihr Besuch an der Mosel ging auf ein solches Experiment zurück.

Die medizinisch-technische Assistentin Brigitte Schenkel begeisterte ihr Publikum mit dem Rosé-Sekt namens „Hand in Hand“ von Meike Näkel und Markus Klumpp und Episoden aus ihrer spannenden Tätigkeit in der Kinderwunsch-Abteilung der Uni-Frauenklinik.

Die Bad Honneferin Vera Raths nahm das Publikum mit auf eine Geschmacksreise in die Gascogne und warb dafür, Wein nicht nur als Genussmittel, sondern auch als Erinnerungsspeicher zu nutzen – etwa für besondere Ereignisse, Landschaften und Begegnungen, die wieder wach werden, wenn der damit verbundene Wein erneut die Geschmacksknospen benetzt.

Einen musikalischen Akzent setzte die aus der Steiermark stammende Bonner Musikerin Barbara Lechner, die nicht nur mit einem exzellenten Zweigelt

Die aus Österreich stammende Musikerin Barbara Lechner begeisterte mit Stimme, Gitarre und Rotwein aus ihrer Heimat.

vom Weingut Kummer begeisterte, sondern eine heimische Weise auf ihrer Gitarre spielte und das Publikum zum Mitsingen, -jodeln und -pfeifen animierte. Das Publikum dankte es ihr mit einem begeisterten Applaus.

Hausherr Ralf Karabasz und der Moderator und Gastgeber Dr. Andreas Archut zogen am Ende eine positive Bilanz: Der Wein-Slam wird weitere Folgen haben! Im Juni ist ein „Winzer-Slam“ mit einem etwas anderen Format geplant. Im September soll es dann wieder den bewährten Bonner Wein-Slam mit neuer Besetzung geben.

Alle Fotos: Barbara Frommann